Bayernliga Süd: „Mir fehlen ein bisschen die Worte“
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| 27 Tore erzielte Simon Gruber vom TSV Nördlingen und damit die meisten in der Bayernliga Süd. Foto: Klaus Jais (Archivbild) |
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18.05.2026 | Quelle: Rieser Nachrichten
Trainer Daniel Kerscher zieht nach dem 1:4 des TSV Nördlingen im Saisonfinale Bilanz. Die frühe Rettung vor dem Abstieg bleibt ein Erfolg, auch wenn das letzte Spiel gegen Geretsried verloren geht.
Ein Sieg zum Abschluss: Das war das erklärte Ziel des scheidenden Trainers Daniel Kerscher für die Auswärtspartie seines TSV Nördlingen am letzten Bayernliga-Spieltag. Es sollte ein frommer Wunsch bleiben. Wenngleich das Spiel bei Liganeuling TuS Geretsried für die Rieser nicht besser hätte beginnen können. Gerade drei Minuten waren von der Uhr, als Alexander Schröter in halblinker Position ein Zuspiel aus dem Mittelfeld aufnahm, ungestört Richtung Grundlinie dribbeln konnte und mit einer scharfen Hereingabe den mitgelaufenen Manuel Meyer bediente. Der hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Gäste einzuschieben.
„Da haben sie uns kalt erwischt, wir waren noch nicht wirklich auf dem Platz“, räumte TuS-Trainer Daniel Dittmann ein. „Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie charakterlich und taktisch sehr gut drauf ist und hat selbst ihr Spiel angepasst“, freute sich der 26-Jährige, der ebenso wie Kerscher und Co-Trainer Mark Merz, mit seinem Trainerstab die letzte Partie für seinen Klub bestritt. Mit konsequentem Pressing erspielten sich die Gastgeber nach und nach ein optisches Übergewicht und ein Plus an Chancen. In der 7. Minute lenkte TSV-Torhüter Daniel Martin einen Ball von TuS-Torjäger Srdan Ivkovic ins Toraus. Die anschließende Ecke brachte bereits den Ausgleich: Taso Karpouzidis beförderte eine Kopfballverlängerung von Thomas Puscher ebenfalls per Kopf zu 1:1 in Netz, unerreichbar für Martin.
Auf der Gegenseite verfehlte Jens Schüler mit einem Freistoß aus 18 Metern deutlich das Ziel. Zu diesem Zeitpunkt, nach einer knappen halben Stunde, war das zuvor recht flotte Spiel etwas verflacht. Nennenswerte Torgelegenheiten boten sich kaum, von zwei Ausnahmen abgesehen: In der 37. Minute scheiterte Geretsrieds Kapitän Sebastian Schrills allein vor dem Tor am Nördlinger Schlussmann. Martin, der in seinem letzten Einsatz für die Rieser noch mehrmals seine Klasse zeigen konnte, parierte auch in der 42. Minute reaktionsschnell gegen den eingewechselten Alexander Bazdigiannis stark, den Nachschuss platzierte Tyrone Prepeluh jedoch flach ins Eck zur 2:1-Pausenführung für den Tabellennachbarn.
Die vorentscheidende Szene erlebten die 150 Zuschauer unmittelbar nach Wiederbeginn: Patrick Högg, in der Pause eingewechselt, hatte urplötzlich im Strafraum freie Bahn, scheiterte aber am glänzend reagierenden Debütanten Fabian Sturzu im Geretsrieder Tor. Beim anschließenden Konter ließ Bazdrigiannis im Alleingang Daniel Martin keine Chance und erhöhte auf 3:1. Der K.o.-Schlag für den personell arg dezimierten TSV, der in der 77. Minute noch das 1:4 durch Srdan Ivkovic hinnehmen musste.
„Mir fehlen ein bisschen die Worte“, gestand Nördlinges Trainer Daniel Kerscher nach Spielschluss. „Die erste Halbzeit war noch ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. Für die zweite Halbzeit haben wir uns viel vorgenommen, wollten in unserem letzten Spiel nochmal alles auf Sieg setzen. Das frühe Gegentor kurz nach der Pause und die Gelbrote Karte gegen Szabo waren dann der Knackpunkt. „Wenn Du am Ende nur noch neun Spieler auf dem Platz hast, ist nicht mehr drin“, führte der scheidende Coach aus. Da Julian Bosch als dritter Einwechselspieler angeschlagen war, fehlten letztlich die Alternativen, um dem Spiel nochmals eine Wende zu geben. Trotz der Niederlage könne sein Team stolz auf eine sehr gute Saison zurückblicken, in der frühzeitig der Klassenerhalt erreicht wurde, befand der Coach. „Hiermit möchte ich mich noch bei Torwarttrainer Berthold Grimmeisen bedanken. Außerdem bei meinem Co-Trainer Mark Merz für die hervorragende Zusammenarbeit in den letzten Jahren“, sagte Kerscher abschließend.
TuS Geretsried: Sturzu, Wiedenhofer (61. Vjestica), Hofherr, Karpouzidis, Renger, Prepeluh, Puscher (66. Redjepi), Kawai, Schrills (68. Fejzullahi), Ivkovic, Krebs (15. Bazdrigiannis)
TSV 18961 Nördlingen : Martin – Rathgeber (46., Högg), Fiedler, Gruber, Meyer (77., Bosch), Schüler, Schröter, Schmidt, Szabo, Taglieber (66., Rathgeber), Mayer







